Samstag, 19. Mai 2012
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Weiter Lawinengefahr, doch das Wetter soll sich bessern

Nach wie vor herrscht in Österreich winterliches Chaos. Es hatte in der Nacht zu Montag wieder ordentlich geschneit. Auch in der Schweiz gab es 50 Zentimeter Neuschnee, so dass die Decke auf bis zu vier Meter anwuchs.

Ein Hubschrauber wurde wieder zum Einsatz gebracht um mit seinen Rotoren den Schnee von den Ästen zu wehen, weil eine Baumgruppe von rund 40 Fichten in Wien an einem Steilhang wegen der Schneelast drohte auf die Straße zu stürzen, erklärte Autobahnmeister Stefan Siegele. Für die Einsatzkräfte wäre dies unmöglich zu erreichen gewesen.

Tausende Touristen sitzen in den Skiorten immer noch fest. Dennoch sei die Versorgung der Eingeschneiten gut, melden die betroffen Gemeinden. Zwar müssten sie ihre Extra-Tage in Lech zum Beispiel im Regelfall selber zahlen, sagte der Lecher Bürgermeister, aber bisher habe sich noch niemand beschwert.

Manche Straßen sind immer noch nicht befahrbar. Das hintere Paznauntal und Seitentäler des Lechtales im Vorarlberg sind nicht erreichbar. In mehr als 10.000 Haushalten fiel der Strom aus. Es gab weder auf der Straße noch per Bahn ein Durchkommen.

Vorsichtig gibt der österreichische Wetterdienst Entwarnung: Die Schneefälle gehen zurück. Jedoch wächst die Lawinengefahr. Deshalb mussten gestern zwischenzeitlich alle Straßen von Tirol nach Vorarlberg gesperrt werden. Ein einziger Skifahrer könne eine Lawine auslösen, hieße es im Bericht des Lawinenwarndienstes vom Montag.

 

Ein 15-jähriger Junge wird seit Samstag in dem stark gefährdeten Tiroler Skigebiet Axamer Litzum vermisst. Bisher suchten Lawinenhunde sowie rund 100 Einsatzkräfte jedoch vergeblich nach ihm.

Am Dienstag werden in Westösterreich und in der Schweiz vereinzelte Schneeschauer erwartet. Dafür sagen Meteorologen oberhalb von 800 Metern von Dienstag bis Donnerstag viel Sonnenschein voraus. 

Außerdem soll sich ein Hoch bis zur Wochenmitte durchsetzten, sodass sich der Schnee leicht lösen kann. Dies könnte allerdings zu Selbstauslösungen von Lawinen führen. 

 

Geschrieben von: Marina Mohammad




 
 
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